Archäologen graben Schätze aus und sammeln sie voller Stolz, aber niemand kann sie sehen, weil kein Museum da ist. Genau das ist in Mecklenburg-Vorpommern der Fall. Seit 20 Jahren ist kein Platz da, damit die Archäologie ihre Schätze zeigen kann. Grüne und Linke wollen diesen Missstand jetzt beheben und stellen einen Antrag im Landtag. In diesem Antrag fordern sie ein Konzept, welches die dauerhafte Präsentation der archäologischen Kunstschätze enthält.
Vor Jahrzehnten war im Schweriner Schloss ein Archäologiemuseum eingerichtet, welches aber Anfang der 1990er Jahre geschlossen wurde, da der Landtag in die Gemäuer einzog. Somit ist die Politik schuld an der Museumsmisere, macht aber nichts dagegen.
Archäologen entdecken beinahe täglich neue Kostbarkeiten des Landes, ihre Erfolge wollen sie mit den interessierten Besuchern teilen, das ist ohne Museum aber nicht möglich. Deshalb fordern Grüne und Linke ein regionales Zentralmuseum.
In der Bevölkerung des Landes herrscht jedenfalls großes Interesse an einem Museum für Archäologie, auch der Tourismus würde natürlich vom Museum großen Nutzen ziehen. Denn viele Gäste besuchen immer wieder die örtlichen Museen, um mehr von der Kultur des Landes zu erfahren. Das ist aber in Mecklenburg-Vorpommern derzeit nicht möglich. Wie groß das Interesse an einem Museum ist, zeigen die Ausstellungen in Halle an der Saale oder die Ausgrabungen des bronzezeitlichen Schlachtfeldes im Tollensetal.
Zusätzlich sei noch zu erwähnen, dass nicht nur das Museum für Archäologie geschlossen wurde, sondern auch das Museum für Unterwasserarchäologie auf Rügen. Das Landesamt für Denkmalpflege entschuldigt die Schließung mit notwendigen Sanierungsmaßnahmen.