Die Waldbrände in Sibirien halten nun schon mehrere Wochen an. Die Brände wüten auf mehr als 23 000 Hektar Fläche und zerstören Wald- und Grasland. Die Konsequenzen: Zahlreiche Städte im Osten Russlands sind bereits in dichte Rauchwolken gehüllt, die der Gesundheit der Anwohner schaden: Zahlreiche Menschen wurden schon mit Atemproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Medizinstudenten werden zu Sondereinsätzen aufgerufen, um der hohen Verletzungsrate Herr zu werden.
Der Flughafen der Stadt Tomsk musste aufgrund des Smogs geschlossen werden. Allein in dem Gebiet um Tomsk versuchen unzählige Feuerwehrkräfte, Brände unter Kontrolle zu bekommen, die auf etwa 10 000 Hektar Land toben. Doch es sieht schlecht aus: Da das Feuer sich immer weiter ausbreitet, wird es auch immer schwieriger, es zu bekämpfen. Grund für die verheerenden Brände ist eine Hitzewelle, die die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 170 Jahren mit sich bringt.
Die Bevölkerung Sibiriens wartet sehnsüchtig auf Regen – doch der lässt auf sich warten. Wetterexperten prognostizieren sogar eine weitere Ausbreitung der Brände, da die Wettergegebenheiten sich wahrscheinlich innerhalb der nächsten Zeit nicht ändern werden. An eine erfolgreiche Ernte ist natürlich nicht zu denken.