Münchener Löwenkopf vor dem Residenzmuseum

Münchener Löwenkopf vor dem Residenzmuseum

on Sep 27, 12 • by Paul Schneider • with No Comments

O´zapft is! Seit dem 22. September läuft Bayerns fünfte Jahreszeit wieder auf Hochtouren. Die Besucherzahlen erreichen astronomische Höhen, wovon die Meisten das Oktoberfest besuchen werden. Wer sich allerdings auch für die etwas älteren Sehenswürdigkeiten dieser Stadt interessiert, bspw. die Münchener...
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O´zapft is! Seit dem 22. September läuft Bayerns fünfte Jahreszeit wieder auf Hochtouren. Die Besucherzahlen erreichen astronomische Höhen, wovon die Meisten das Oktoberfest besuchen werden. Wer sich allerdings auch für die etwas älteren Sehenswürdigkeiten dieser Stadt interessiert, bspw. die Münchener Residenz, dem werden noch vor Betreten derselben die bronzenen Löwen mit ihren Wappenschilden an beiden Seiten der Portale auffallen. Nicht dass das etwas Außergewöhnliches wäre, ist doch der Löwe das Wahrzeichen der bayerischen Hauptstadt. Vielmehr irritiert der blank geriebene Löwenkopf, der das Wappenschild ziert. Warum ausgerechnet er so poliert ist, dürfte sich nach nicht allzu langer Zeit von selber erklären, sofern die Straße nicht gerade menschenleer ist. Kommt nämlich der nächste Besucher aus der Residenz, bzw. betritt sie, wird man beobachten können, wie zielgerichtet gerade dieser Löwenkopf gestreichelt wird, verspricht sich doch jeder “Streichelnde“ Glück.

Seinen Anfang nahm das Streicheln 1848, als der Verfasser einer Schmähschrift auf die Geliebte des Königs durch einen mutigdreisten Schachzug sein Leben rettete und noch dazu die auf ihn ausgesetzte Belohnung selber kassierte. Wann er genau den Löwenkopf streichelte, darin scheiden sich die Geister. Die einen vertreten die Ansicht, er tat es, bevor er vor den König musste. Die anderen sind der Meinung, er hätte den Kopf nicht gestreichelt sondern eher Halt beim Verlassen der Residenz gesucht. War er doch gerade begnadigt worden und konnte weiterhin sein Leben als freier Mann, und noch dazu mit Taschen voller Geld, genießen. Passanten, die dies beobachteten folgerten nun daraus, man müsse nur den Kopf reiben, um an viel Geld zu kommen.

Bildquelle: Flickr/By wgutt, CC

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